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Weg A Innenstadt
Weg B Zur Donau
Weg C Korneuburg West
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| Herzlich Willkommen in der Rattenfängerstadt Korneuburg! Historisch bedeutend, lebendig, blühend und innovativ - die Bezirkshauptstadt vor den Toren Wiens und an der Schwelle zum Weinviertel hat viele Facetten. Hier lässt es sich angenehm wohnen, leben, arbeiten, einkaufen, relaxen und sogar äußerst stimmungsvoll heiraten. Korneuburg ist aber auch eine Stadt, die viel zu erzählen hat. Drei Wege machen Sie mit den wichtigsten Sehenswürdigkeiten und mit der wechselvollen Geschichte dieser Stadt und ihrer Bewohner bekannt.
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| Vom
Rathaus zum Ring |
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Rathaus Das Rathaus wurde im historistischen Stil erbaut und 1895 feierlich eröffnet. An der Hauptfront befinden sich oberhalb der Statuen von Kaiser Franz Josef und Herzog Albrecht I. die Wappen der Kronländer. Über dem Eingang mit der Büste des Wiener Architekten Max Kropf sind die Wappen von bedeutenden niederösterreichischen Städten zu sehen. An der Nordseite des Rathauses befinden sich die Wappen der Herrscher, die für Korneuburg besondere Bedeutung hatten, so auch Matthias Corvinus und Przemysl Ottokar. Die
Wappendecke (1a) im Inneren des Rathauses zeigt ausschließlich bürgerliche Wappen des 15. und 16. Jahrhunderts. Das Wappen des ersten gewählten Bürgermeisters der Stadt, Andreas Ramler (1406) und das seines Nachfolgers Niklas Engelgershauser, der sich für den raschen Wiederaufbau der Stadt nach der verheerenden Brandkatastrophe von 1417 verdient gemacht hatte, sind besonders erwähnenswert. Im Stadtarchiv des Rathauses befindet sich ein besonderes Juwel: ein Autograph des Priesters, Diplomaten der Hussitenzeit, Rektors der Wiener Universität und Historikers Thomas Ebendorfer von Haselbach.
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2
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Stadtturm Der Stadtturm stammt aus der Zeit 1440 bis 1447. Er wurde im Dreißigjährigen Krieg schwer beschädigt, als Graf Puchheim Korneuburg wieder für Österreich zurückgewann. Seine heutige Gestalt erhielt er 1890 bei der letzten großen Renovierung. Seine Hauptseiten zeigen das Reichswappen, den Babenberger Bindenschild, das niederösterreichische Landeswappen und das Stadtwappen. Er diente als Wachturm gegen Feinde und Feuergefahr. Sein Vorgänger war der Kirchturm der Kirche St. Nikolai, die im Jahre 1193 geweiht wurde. |
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3 |
Landesgericht |
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4 |
Nico Dostal Denkmal Der Gedenkstein wurde 1983 zu Ehren des großen Sohnes unserer Stadt, des Komponisten Nico Dostal, erreichtet. |
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Rattenfängerbrunnen Anstelle zweier Stadtbrunnen wurde dieser Brunnen zum 50. Regierungsjubiläum von Kaiser Franz Josef durch Emanuel Pendel (Wien) errichtet. Die geografischen Daten Korneuburgs sind auf einer Tafel vermerkt (5a). |
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Dreifaltigkeitssäule Das Denkmal wurde 1747 von Johann Michael Jochinger gemeinsam mit Messstipendien für sich und seine Familie gestiftet. Die unterste Statuenreihe zeigt Johannes den Täufer, Jakobus den Älteren, erkenntlich am Pilgermantel mit Pilgermuschel und zwei gekreuzten Schwertern sowie Ägidius, den zweiten Stadtpatron von Korneuburg. Die drei Reliefs |
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zeigen die drei christlichen Haupttugenden: Glaube (Mönch), Hoffnung (betende Frau) und Liebe (die spendende mit Bürgerkrone gekrönte Frau mit Pagen und Bedürftigem), dann die heilige Familie, sowie die drei Pestheiligen Sebastian, Rochus und Rosalia. Darüber befinden sich die Statuen der drei Erzengel, Michael, Raphael und Gabriel. Die Säule wird mit der Krönung Mariens durch die Heilige Dreifaltigkeit abgeschlossen. Hergestellt aus Zogelsdorfer Sandstein steht die Dreifaltigkeitssäule am Platz des ehemaligen Prangers. |
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Kaiserhaus mit Wappenrelief Die Häuser Hauptplatz 22 - 27 und Stockerauerstraße 1 wurden bis ins letzte Jahrhundert "Kaiserhäuser" genannt, weil hier die durchreisenden Fürsten samt Gefolge untergebracht wurden. Sie waren untereinander verbunden (Geheimdiplomatie!). Das Haus Nr. 22 zeigt ein Wappenrelief: in der Mitte der österreichische Bindenschild, in der Ansicht links das Wappen Oberösterreichs und rechts Tirols Adler. Das Relief dürfte an den Friedensschluss vom 14. Jänner 1408 erinnern. |
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Gasthof Zur Kaiserkrone In der Einfahrt, rechts oben, befindet sich ein Katharinenfresko aus dem 14. Jahrhundert. |
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Kladivohaus (heute Girakhaus) Ein Relief erinnert an die Rückeroberung Korneuburgs durch Graf Puchheim im Jahr 1646, bei der die Stadt zu mehr als 70 Prozent zerstört wurde. Korneuburg war von 4. April 1645 bis 4. August 1646 von schwedischen Truppen besetzt. |
| 10
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Ruine der ehemaligen Synagoge Diese älteste erhaltene Synagoge Niederösterreichs wurde um 1325 erbaut. Bis zur Vertreibung der jüdischen Bevölkerung im Gefolge der "Wiener Gserah" (1420/1421) war die "Judenschule" landesfürstlicher Besitz und wurde 1470 von Friedrich III. der Stadt Korneuburg geschenkt. Ende des 16. Jh. war sie von der Stadt an die Familie Rosenmüller als Mühle verpachtet, weshalb das Haus den Namen "Rossmühle" erhielt. Ob das Gebäude tatsächlich eine Rossmühle, d.h. eine mit Pferden angetriebene Göppelmühle war, ist nicht belegbar, wird aber als Sage tradiert. Sie diente auch als Salzlager. |
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Statue der Anna Selbdritt Ecke Salzstraße / Kirchengasse Statue der Anna Selbdritt, aus den Jahren um 1550. |
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Römisch katholischer Pfarrhof Oberhalb des Eingangstores befindet sich eine sagenumwobene Marmorplatte, die einen Otter (oder Biber?), volkstümlich als Ratte angesprochen, zeigt und die Jahreszahl 1X90 trögt. Die Zahl soll vermutlich 1490 heißen. In dieser Zeit gab es eine Familie Otter in Korneuburg, zur gleichen Zeit ist ein Pfleger auf Kreuzenstein namens Biber nachweisbar. Gemäß einer anderen Erklärung soll der Stein in der Kirchengasse eingemauert gewesen sein und die HÖhe der übereinander laufenden Ratten (Rattenfängersage) angezeigt haben. Das Pfarrhaus fiel im Jahre 1942 einem Brand zum Opfer und wurde
in Anlehnung an das ehemals barocke Erscheinungsbild wieder aufgebaut. Der
anschließende, ehemalige Schüttkasten beherbergt das Pfarrheim (12a).
Zwischen Kirche und Probst Bernhardstraße lag die so genannte
Baumkirchnerburg, die Stadtburg. Die kleine Pforte neben dem Pfarrheim,
die bis in die 60er Jahre des vergangenen Jahrhunderts in den Stadtgraben
führte, soll als Seitenausgang der Baumkirchnerburg gedient haben. |
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Stadtpfarrkirche St. Ägidius Die heutige Pfarrkirche wurde zwischen 1210 und 1212 erbaut und 1214 geweiht. Der Grund wurde von Leobendorf 1212 erworben. Ursprünglich im romanischen Stil zweitürmig erbaut, wurde die Kirche, vor allem auch ihre Türme, gegen Ende der schwedischen Besetzung Korneuburgs (1646) schwer beschädigt. 1760 wurde lediglich ein Turm als Glockenturm wieder aufgebaut, senkte sich jedoch und wurde 1902 gemeinsam mit dem gesamten Westwerk neu errichtet. Im Inneren besonders erwähnenswert sind das Sakramentshäuschen, gestiftet von Pfarrer Johannes von Waidhofen (vor 1370) eine spätgotische Armenseelenleuchte (spätes 15. Jhdt.) sowie eine fast lebensgroße Figur des Kreuztragenden aus Lindenholz (etwa 1430). Von den alten Grabplatten sind besonders die Grabplatte von Ulrich († 1419) und Elisabeth Pötl († 1421) sehenswert. Deren Sohn, Simon Pötl, galt übrigens als der reichste Wiener seiner Zeit. Der die Kirche umgebende Friedhof wurde im Zuge der Reformen Kaiser Josefs II. aus der Stadt an seinen heutigen Platz verlegt. |
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Schubertdenkmal Im Kirchenpark, dem zugeschütteten Stadtgraben, befindet |
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| sich das vom Korneuburger Künstler und
Architekten Karl Bodingbauer 1928 gestaltete Denkmal. Es zeigt einen
schwebenden Genius auf einer symbolischen Weltkugel. |
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Ehemalige Knabenschule 1906 wurde das zentrale Gebäude des Schulkomplexes als Knaben-, Volks- und Hauptschule erbaut, die Fassade war im frühen Jugendstil gestaltet. Links davon, an der Stelle des heutigen Gebietsbauamtes, stand die 1883 errichtete städtische Turnhalle. |
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Bezirkshauptmannschaft Das 1958/59 errichtete Gebäude wurde auf dem Grund des ehemaligen Laaer Teiches und des Laaer Parks errichtet. Der Laaer Teich speiste zeitweise den Stadtgraben. Neben der Bezirkshauptmannschaft senkt sich die Laaer Straße etwas im Gelände ab, hier befand sich das sehr feuchte "Froschviertel". |
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Handelsakademie Das Gebäude wurde 1897 als Bezirks-Armenhaus errichtet, diente ab den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts als Mädchen-, Volks- und Hauptschule. Seit 1972 ist in dem Gebäude die Handelsakademie untergebracht. |
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Albrechtskaserne und Kammeramtsgebäude Zwischen Chimanigasse und Stockerauerstraße liegt das Areal der ehemaligen Albrechtskaserne. Die Backsteinbauten stammen aus 1892, das Kammeramtsgebäude, heute Volkshochschule/Volksheim aus 1938/40. Die Albrechtskaserne wurde von der Stadt Korneuburg errichtet und an die Armee vermietet. Sie wurde als Schule des militärischen Eisenbahn- und Telegrafenwesens genützt. Das Kammeramtsgebäude wurde von der deutschen Wehrmacht erbaut. Militärisch genutzt wurde die Anlage bis zum Abzug der sowjetischen Besatzungsmacht im Jahre 1955. Die Kaserne diente ab Dezember 1956 als Lager für ungarische Flüchtlinge und wurde in weiterer Folge als Durchgangslager für rumänische, jüdische Flüchtlinge verwendet. |
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Augustinerkirche und Kloster
(Klosterkaserne) Gestiftet wurden die Kirchen zum Hl. Blut und das Kloster 1338 |
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Tourismus-Information im Bürgerservice im Rathaus |
durch Otto den Fröhlichen. Der heutige Bau
stammt aus dem Spätbarock (1770 - 1772), der Turmhelm aus 1898 (Arch. Max
Kropf, Erbauer des Rathauses). Das Hochaltarbild ist eines der größten
Fresken von Anton Maulpertsch. Die Gemälde in der Kirche stammen aus der
Schule Maulpertsch und Kremser Schmid. Das Gebäude des Klosters der
Unbeschuhten Augustinereremiten (aufgehoben unter Josef II.) diente
zeitweilig auch als Bürgerspital - das tatsächliche Bürgerspital lag genau
gegenüber - 1809 wollte Radetzky hier eine Pionierschule errichten, was
aus Zeitumständen nicht glückte. Von 1818 - 1828 war es Sitz der
Pionierkorpsschule. Gleichzeitig war auch der Sitz der Kreisbehörde in dem
ehemaligen Kloster. |
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Alte Schmiede neben dem Torbogen Hinter der Augustinerkirche befindet sich die "Hafnerschmiede". Es ist die letzte erhaltene Schmiede der Stadt. Der Torbogen stammt aus der Zeit der Erbauung des Klosters im 18. Jhdt. |
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Finanzamt Das heutige Finanzamt wurde 1623 als Kapuzinerkloster |
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| errichtet. Während der schwedischen Besetzung
unserer Stadt 1645/46 waren die Kapuzinermöche die letzten "Österreicher"
in der Stadt, denn sie wurden als Einzige nicht auf den schwedischen König
vereidigt. Das Kloster wurde unter Josef II. 1783 aufgehoben, es diente
anschließend als Salzmagazin, von 1818 bis 1828 waren hier der Modellraum
und ein Lehrsaal der Pionierkorpsschule untergebracht. |
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Stadtmauer Hinter dem Finanzamt ist der größte erhaltene Teil der Korneuburger Stadtmauer einschließlich eines Restes des Stadtgrabens erkennbar. Die Mauer umfasste die Stadt innerhalb des heutigen Ringes. Erste Befestigungsanlagen wurden bereits zu Beginn des 14. Jahrhunderts angelegt. Ab 1421 wurde die Stadtmauer mit Material aus Steinbrüchen aus Höflein in einer Breite von rund 2 m und einer Höhe von 6 bis 8 m erreichtet. Davor befand sich eine zweite, niedrigere Mauer und dazwischen ein tiefer Graben, in den das Wasser der kleinen Bäche der Umgebung geleitet wurde. Von der ursprünglichen rund 1.650 m langen Stadtmauer sind derzeit noch 185 m erhalten. ![]()
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Vom Rathaus zur Donau |
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Treffpunkt
Rattenfängerbrunnen Wir treffen uns beim Rattenfängerbrunnen, wenden uns dem Landesgericht zu, überqueren die Wienerstraße und stehen vor dem Haus Wienerstraße 2 / Donaustraße 2. Diese Haus war bis zum großen Stadtbrand von 1417 das Rathaus.
Bürgermeister Niklas Engelgershauser verlegte es schließlich in die
linke Hälfte des Landesgerichtes, damals eine Pilgerherberge. |
| 2 |
Die Donaustraße war eine der bedeutendsten Geschäftsstraßen unserer Stadt: Mehrere Schuster hatten hier ihre Werkstadt; Friseure, Gemischtwarenhändler, Fleischhauer und der Gasthof "Schwarzer Adler" im Haus Nr. 21. Noch jetzt sieht man bei Bauarbeiten, bei denen die Fassade abgeschlagen wird, dass die Häuser dieser Straße durch Kriegseinwirkungen im Dreißigjährigen Krieg schwer beschädigt wurden. Bei der Belagerung Korneuburgs 1946 durch die kaiserlichen Truppen unter General Puchheim wurde dieses Gebiet fast völlig zerstört. |
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Schifftor An der Stelle der Villen Nr. 29 und 32 stand früher das Schifftor. Es war übrigens Anlass zur ersten Bürgerbewegung Korneuburgs, die dessen Abbruch im Jahr 1877 verhindern wollte. Wir unterqueren die Schnellbahn und kommen nun in jenen Stadtteil, der bis zur Erbauung der Autobahn Überschwemmungsgebiet war. |
| 4
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Wasserturm Auf der linken Seite befindet sich ein Wasserturm. Er diente zu Wasserversorgung des Genesungslagers für verwundete Soldaten des Ersten Weltkrieges, die auf dem Gebiet der heutigen Schrebergärten in Baracken untergebracht waren. Die Donaustraße hieß einst Holz-Gstetten-Weg und führte zum heutigen Ausstreifplatz an der Donau, wo einst die Flöße landeten und Bauholz die Donau abwärts brachten. |
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Raaberkreuz Nach der Autobahnunterführung stehen wir vor einem Raaberkreuz. Diese Kreuze wurden auf Wunsch des Kaisers errichtet und erinnern an die Befreiung von Raab (Györ) aus der Hand der Osmanen im Jahre 1598. |
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Ehemalige Schiffswerft Die ehemalige Schiffswerft wurde 1852 von der DDSG, der damals weltgrößten Reederei, als Winter- und Reparaturhafen errichtet. Sie war zwar nicht sehr groß, hatte aber bis 1880 sogar ein eigenes kleines Spital. Nach dem Untergang der Monarchie verlor die DDSG die wichtigsten Werften in Ungarn, wodurch die Bedeutung der Korneuburger Werft und deren Beschäftigungsstand wesentlich stiegen. Neben formschönen Passagierschiffen wurden auch Schwimmkräne, Zug- und Schubschiffe, Fischdampfer und sogar Hochseeschiffe gebaut. |
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Alte Werft - Blue Danube Park 1991 wurde die Werft privatisiert und 1994 endgültig geschlossen. Danach wurden auf dem Areal ein Gründer- und Innovationszentrum sowie ein Kulturbezirk eingerichtet. Seither hat sich hier ein viel versprechender Kulturschwerpunkt entwickelt. Seit mehreren Jahren wird der Backsteinbau neben der Slipanlage, die so genannte Kulturhalle, mit großem Erfolg |
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| vom alljährlich stattfindenden
Niederösterreichischen Donaufestival (7a) bespielt, da sich das technische
Ambiente der Alten Werft besonders für die Avantgarde hervorragend eignet.
Gleich bei der Einfahrt in den Werftarm liegt die Korneuburger
Schiffsanlegestelle und daneben eine Museumswerft für historische Schiffe. |
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| 8 |
Rollfähre Ein schöner Spaziergang donauabwärts führt zur Rollfähre Korneuburg - Klosterneuburg. Sie wurde 1894 als "Fliegende Brücke" eröffnet und 1935 zur Rollfähre umgestaltet. Seit 1994 ist sie in Privatbesitz und wird gerne zu einer nostalgischen Tour über die Donau in Anspruch genommen.
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Vom Rathaus zum Friedhof |
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| Wir treffen uns beim Rattenfängerbrunnen,
wenden uns der Dreifaltigkeitssäule zu und spazieren die Stockerauer
Straße entlang stadtauswärts. |
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Bankmannhaus Das Haus soll Sitz der Bäckerinnung gewesen sein, Türstürze aus 1579 und 1684 zeigen die Symbole des Bäckergewerbes (1a).
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Alter Einkehrgasthof Gegenüber der Augustinerkirche liegt der ehemalige Gasthof zum weißen Wolf, der um 1600 erbaut wurde. Er besaß noch bis in die 50er Jahre des 20. Jahrhunderts Stallungen und Wagenremisen im Hof.
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3
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Kemenovic-Villa Wir wandern weiter und stehen bald vor der "Taxavilla" einem hübschen, stilreinen Ensemble aus dem Jahr 1905. Errichtet wurde sie von Feldmarschall-Leutnant Kemenovic von Belovar. Die volkstümliche Namensgebung erfolgte nach dem Namen seines Schwiegersohnes.
Auf der gegenüber liegenden Seite sehen wir die Backsteinbauten der
ehem. Albrechtskaserne, erbaut von der Stadt Korneuburg für die k.u.k.
Armee in den Jahren ab 1892. Die Stadt hatte diese Kaserne auf 40 Jahre
der Armee vermietet. |
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Friedhof Beim Friedhof sehen wir an der Ostecke eine kleine Kapelle, hier soll die Kirche "St. Johannes vor den Mauern" gestanden sein. Mittelalterliche Gerätefunde im Gelände auf der anderen Seite der Stockerauerstraße könnten eine Bestätigung für die Existenz der Kirche und einiger umliegender, dazugehöriger Häuser sein. Wir stehen nun vor dem Haupteingang des Friedhofes: Er wird seit 1639 inoffiziell, seit 1785 offiziell benützt. Der Kreuzweg wurde 1891 von Baumeister Molzer erbaut und mit Bildern von Alois Stoff, nach Vorbildern von Josef von Führich, ausgestattet. Der Kreuzweg war ursprünglich auf den sog. "Hafnergründen" vor dem Stadttor angelegt und wurde von den Damen Susanne Welser (1733) und Susanne Turczinski (1741) finanziert. Im so genannten Zweierfriedhof, einer Erweiterung im Jahre 1889, steht das 1999 renovierte Mariazeller Kreuz (4a), ein Eisenguss aus Gusswerk bei Mariazell. Dieses Kreuz stand ursprünglich ebenso wie der Kreuzweg vor dem Klostertor (nahe der Augustinerkirche).
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Heldenfriedhof Anschließend an die beiden alten Friedhöfe erstreckt sich das Ensemble des Heldenfriedhofs. Dieser Teil des Friedhofes mit Zufahrt, Kapelle, Kriegerdenkmal sowie den Soldatengräbern wurde von den Soldaten des Eisenbahnregimentes 1915 geplant, finanziert und errichtet. Abgesehen von einigen Zeitschäden ist diese Anlage völlig erhalten geblieben. Verschwunden sind leider alle alten Eichenholzkreuze und Stelen der im Ersten Weltkrieg in Korneuburg verstorbenen Soldaten der k.u.k. Armee. In der Kapelle befindet sich u. a. ein Mosaikbild des letzten österreichischen Kaisers, Karl I. Die Orgel fiel leider den Kriegsereignissen des Zweiten Weltkrieges zum Opfer. Am Westende des Heldenfriedhofs liegen die Ehrengräber der Stadt
Korneuburg, sowie der kleine, gut gepflegte Judenfriedhof (5a). |