Stadtgeschichte

Korneuburg im Wandel der Zeit

Verleihung des Stadtrechtes durch König Albrecht I.

Freskogemälde von Maximilian Lenz:
"Symbolische Darstellung der Verleihung des Stadtrechtes
durch König Albrecht I. im Jahre 1298"

Ursprünglich aus einer Ufersiedlung entstanden, war Korneuburg jahrhundertelang mit Klosterneuburg unter dem Namen Nivenburg verbunden.

Jahreszahl Ereignis
1136 Erstmalige urkundliche Erwähnung als Stadt in der Gründungsurkunde des B enediktinerklosters Klein-Mariazell.
1288 Verleihung des Stadtrechtes durch Herzog Albrecht I., welches die formelle Trennung von Klosterneuburg bewirkte.
1450 Nach den verheerenden Folgen eines Großbrandes wiederaufgebaut, wurde die Stadt zur Landesfürstlichen Festung erklärt. Von da an stand sie im Mittelpunkt zahlreichert Kriege.
1477 Einnahme Korneuburgs nach 22wöchiger Belagerung durch den Ungarkönig Matthias Corvinus. Mit dem Fall der Stadt war auch das Schicksal Wiens besiegelt. König Matthias Corvinus nahm in der Hofburg Quartier, in Korneuburg blieb eine starke Besatzungsmacht.
1490 Ende des Krieges auf Grund des unerwarteten Todes von König Mattias Corvinus.
1645 Einmarsch der Schweden in Österreich. Ihre Marschziele waren Haugsdorf, Hollabrunn und der Raum Korneuburg. Die Einnahme Korneuburgs durch die Schweden brachte der Stadt große finanzielle Belastungen.
1646 Um Österreich von den Schweden zu befreien, verlegte der Kaiser zusätzliche Regimenter nach Niederösterreich.
1683 Nach und nach erlebten Korneuburgs Handel und Gewerbe wieder einen Aufschwung, der jedoch nicht lange andauern sollte. 1683 kamen die Türken nach Klosterneuburg, das sie jedoch nicht einnehmen konnten. Später zogen sie über die March und lagerten auf den Höhen Hagenbrunns. Karl von Lothringen gelang schließlich der Sieg über die Türken. Von der Stadtmauer aus konnten die Korneuburger den Verlauf der Schlacht beobachten.
1805 Besetzung Korneuburgs durch die Truppen Napoleons.
1809 Erneute Einnahme der Stadt durch französische Truppen. Damit kehrten wieder Not und Schrecken ein. Mehl wurde beschlagnahmt, alle Vorräte an Korn, Hafer, Brot, Fleisch und Wein wurden requiriert. Auch die bei den Bürgern im Quartier liegenden Truppen mußten verpflegt werden. Als die französische Armee noch im gleichen Jahr die Stadt verließ, war der Schaden, den Korneuburg erlitten hatte, groß, die Finanzen am Ende, die Bürger verarmt.
1945 Vor dem Ende des zweiten Weltkrieges war Korneuburg Frontstadt. 1945 wurde die Hälfte der Stadt durch einen amerikanischen Bombenangriff schwer getroffen. Bei Kriegsende war nahezu die Hälfte der Häuser ganz oder teilweise zerstört. Von der Bevölkerung waren nur noch rund 3.400 Bürger anwesend. Gleichzeitig wurde die Stadt von rund 10.000 Besatzungssoldaten bewohnt.

Sofort nach Kriegsende begann der dornenvolle Weg des Wiederaufbaues der zerstörten Stadt. Dem unerschütterlichen Aufbauwillen der Korneuburger Bevölkerung ist es zu verdanken, dass die Wunden des Krieges so rasch beseitigt werden konnten und Korneuburg zu dem geworden ist, was es heute ist: eine blühende, liebenswerte Stadt!

 

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