Ein grünes Zukunftsmodell: Der neue Biodiversitätspark Korneuburg

Foto (v.l.n.r.): GR Martin Grünbeck, VZBGM Bernadette Haider-Wittmann, BGM Christian Gepp, STR Bernd Herzog, STR Alfred Zimmermann, GR Thomas Sauer, Tamas Gremsperger (Bauamt Korneuburg), Judith Michaeler-Teixeira (Klar! 10 vor Wien) und STR Ewald Ebner

Die Stadtgemeinde Korneuburg setzt ein starkes Zeichen für den Naturschutz und die Lebensqualität in der Stadt. Am nördlichen Stadtrand entsteht ein innovativer Biodiversitätspark, der weit mehr als eine klassische Grünanlage ist. Wo bisher intensiv genutzte Ackerflächen im Bereich der Scheunenstraße und des Waswegs das Landschaftsbild prägten, wird nun ein vielfältiger Naturraum geschaffen, der eine wertvolle Verbindung zwischen dem bebauten Stadtgebiet und der offenen Kulturlandschaft darstellt. 

Das Herzstück des Parks ist seine durchgehende ökologische Ausrichtung. Durch die gezielte Abtragung nährstoffreicher Erden und die Modellierung von Hügelstrukturen entstehen artenreiche Offenlandflächen, die Tieren und Pflanzen einen idealen Lebensraum bieten. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Gliederung in drei Zonen. Während bestimmte Bereiche der naturnahen Erholung der Bevölkerung dienen, sind andere Zonen speziell als Habitate für Kleintiere und Biotopflächen konzipiert. Ergänzt wird dieses System durch ausgewiesene Ruhebereiche, die Wildtieren einen geschützten Rückzugsraum bieten und so den Schutz sensibler Arten gewährleisten. 


Ein Gewinn für Klima und Bevölkerung 

Neben dem Artenschutz übernimmt der Park wichtige Funktionen für das städtische Mikroklima. Durch gezielte Kühlung und eine verbesserte Frischluftzufuhr steigert die Anlage die Klimaresilienz Korneuburgs. Gleichzeitig fungiert die Fläche als Pufferzone zwischen der Landwirtschaft und dem Wohngebiet, wobei die Bewirtschaftung zusätzlich den Boden und das Grundwasser schützt. Für die Korneuburger:innen wird der Park über den Haupteingang am Wasweg zugänglich gemacht und lädt zum Entspannen, Beobachten und Entdecken ein. Besonders für Schulen und Jugendliche wird der Park durch Themenwege und naturpädagogische Angebote zu einem lebendigen Lernort, an dem ökologische Zusammenhänge praxisnah vermittelt werden. 


Nachhaltige Finanzierung und Umsetzung 

Dank der vorausschauenden Planung der städtischen Umweltabteilung konnte für dieses Projekt eine 100-prozentige Bundesförderung über den Biodiversitätsfonds erzielt werden. Die Gesamtförderung in Höhe von 325.735 Euro deckt sämtliche Investitionskosten ab, sodass für die Stadtgemeinde keine zusätzliche finanzielle Belastung entsteht. Um die Fläche langfristig so natürlich wie möglich zu erhalten, bleibt die Infrastruktur bewusst minimal und weitgehend rückbaubar. Die Umsetzung des Projekts ist bereits in vollem Gange und wird bis spätestens Ende 2028 abgeschlossen sein. Dadurch gewinnt Korneuburg dauerhaft ein bedeutendes Stück Natur zurück. 

„Mit dem Biodiversitätspark schaffen wir eine grüne Lunge direkt vor unserer Haustür. Es entsteht ein Ort, an dem Natur nicht nur geschützt, sondern für die Korneuburger:innen hautnah erlebbar wird. Ein Gewinn für heimische Tiere und das Stadtklima gleichermaßen“, so Stadtrat für Umwelt und Energie Bernd Herzog.