Baustellenkonzerte und zeitgenössische Kunst im „Forum Augusteum“
Der Kulturverein Augusteum öffnete im Oktober für drei Veranstaltungen die ehemaligen Augustinerkirche, die nun unter einem neuen Namen genutzt wird.
Ist es derzeit im neuen Stadtquartier „Augusteum“ noch etwas ruhig, bis die Umbauarbeiten und der Neubau starten können, wurden im Oktober durch den Verein drei Veranstaltungen in der ehemaligen Augustinerkirche ermöglicht. Anlässlich des neuen Markenauftritts des „Augusteums“ wurde auch das Vereinslogo angepasst und trägt ebenso das neue Emblem, das eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart schlägt. Im Mittelpunkt steht dabei das Herz, angelehnt an jenes des Augustiner-Ordens, das mehrfach auf dem Gebäude zu sehen ist. Gemeinsam mit einem verschlungenen A für „Augusteum“ und der Jahreszahl 1773 (Weihe der ehemaligen Kirche) wird das Logo komplettiert.
Melanie Lopin, Obfrau des Kulturvereins Augusteum, sieht den neuen Vereinsauftritt auch im Zusammenhang mit einer wachsenden Verbundenheit mit dem historischen Ort: „Wir denken, dass es ein spezieller Ort im Herzen Korneuburgs mit einer Vielfalt an Möglichkeiten ist. Dem soll mehr Ausdruck verliehen werden.“
Baustellenkonzert im Forum Augusteum
Mit dem Umbau und der Sanierung des Quartiers wird auch in der ehemaligen Kirche ein offener Ort für ein lebendiges Miteinander geschaffen. „Um zwischen dem gesamten Gebäudekomplex und dem Veranstaltungsraum unterschieden zu können, haben wir uns für die Bezeichnung ‚Forum Augusteum‘ für die ehemalige Kirche entschieden. Ein Forum steht vielen Menschen offen – so möchten wir auch die Bespielung und Nutzung offen und vielfältig gestalten.“, erklärt Christoph Frühwirt, Schriftführer des Kulturvereins.
Orgel und Emotion
Nachdem der Kulturverein Orgelmusik und den Dialog zwischen den Generationen fördern möchte, wollte man den Bewohnerinnen und Bewohner des Pflege- und Betreuungszentrum Korneuburgs eine Freude machen und entwickelte das Format „Baustellenkonzerte“. Dazu wurden die Seniorinnen und Senioren exklusiv von Obfrau Melanie Lopin und Augusteums-Organist Michael Seiberler ins Forum Augusteum zu zwei Konzerten eingeladen. Klassische Werke, aber auch Tangomelodien oder zeitgenössische Musik unterhielten die Gäste. Ermöglicht wurde der Ausflug auch durch das großartige Engagement der ehrenamtlichen Begleitpersonen des PBZ Korneuburgs, koordiniert von Julia Zeller. Das Orgelspiel und der Aufenthalt in der ehemaligen Kirche weckten Erinnerungen und Emotionen, die zum Gedankenaustausch zwischen den Generationen einlud. Alle Beteiligten hatten so viel Freude an dieser musikalischen Begegnung, dass die „Baustellenkonzerte“ im nächsten Jahr weitergeführt werden.
Zeitgenössische Kunst im barocken Rahmen
Zum Plaudern und Austausch luden auch die Werke von Christian Jakubowski und Szilvia Ortlieb im Forum Augusteum ein, die unter dem Titel „Inspiration der Veränderung“ anlässlich der „Tage der offenen Ateliers“ ausgestellt wurden. 150 Personen besuchten an diesem Wochenende die Ausstellung, genossen die Gespräche und Kunstwerke im barocken Rahmen. Ein Kontrast, der Veränderung sichtbar macht. Die Werke des Künstlers und der Künstlerin luden zum Nachdenken und Staunen ein, zum Reflektieren über eigene Veränderungen und Wahrnehmungen. Der Kulturverein freute sich als Gastgeber diese Bühne bieten zu können und möchte nächstes Jahr das Forum Augusteum wieder gerne zur Verfügung stellen.
