Sonderausstellung zu Hochseeschiffen

25.09.2026 11:40

Stena Timer, September 1977

Der Museumsverein Korneuburg eröffnet im Rahmen des Tags der offenen Tür der Stadtgemeinde Korneuburg neue Sonderausstellung, die die Geschichte des Baus von Hochseeschiffen, Schwarzmeereinheitsschiffen und Küstenmotorfrachtschiffen nachverfolgt.

Die Schiffswerft Korneuburg, gegründet 1852, war durch ihre Lage eigentlich eine Binnenwerft und 1943 km vom Schwarzen Meer entfernt. Sie hatte ein umfassendes Bauprogramm von Flussschiffen, Schwimmkränen, Fähren, Spezialschiffen und Hochseeschiffen.

Die Ausstellung zeigt den Bau von Hochseeschiffen in der Schiffswerft Korneuburg, beginnend in der NS-Zeit mit Hochseekriegstransportern und Schwarzmeereinheitsschiffen. Während der USIA-Zeit produzierte die Werft 57 Hochseegüterkähne für die UdSSR. 

Nach dem Staatsvertrag 1955 gelang es der Werft, Aufträge von deutschen Reedereien für Seeschiffe zu erhalten. 1977 lieferte die Werft die größten Schiffe, die je in Korneuburg gebaut wurden, RO RO Fährschiffe, an eine schwedische Reederei. Aus der UdSSR kamen weitere Aufträge über den Bau von Fluss-See-Gemüsekühlschiffen und eisgängigen Hochseeholztransportschiffen. Nach der Privatisierung der Werft 1991 kam es 1993 zur Stilllegung der Schiffswerft Korneuburg.

Die Ausstellungseröffnung erfolgt am 3. Oktober 2026 um 14:00 Uhr im Stadtmuseum Korneuburg, Dr. Max Burckhard-Ring 11.

Die Ausstellung kann bis Juli 2027 sonntags von 09:00 bis 12:00 Uhr oder nach Vereinbarung besichtigt werden.