Das Beschäftigungsprojekt „Schmiede – Zukunft und Arbeit“ zieht für 2025 eine positive Bilanz. Mit hoher Auslastung, einer Vermittlungsquote von knapp 34 Prozent, einer starken Eigenerwirtschaftung und neuen Impulsen in den Bereichen Qualifizierung, Gesundheitsförderung und Nachhaltigkeit leistete das Projekt erneut einen wichtigen Beitrag zur Integration langzeitbeschäftigungsloser Menschen in den Arbeitsmarkt.
Im Jahr 2025 waren insgesamt 48 Personen in der Schmiede beschäftigt. Die Transitarbeitsplätze waren durchgehend ausgelastet, die durchschnittliche Verweildauer lag bei 6,02 Monaten. Zehn Personen konnten direkt in den ersten Arbeitsmarkt vermittelt werden, drei weitere fanden im Rahmen der Nachbetreuung ein Dienstverhältnis.
Finanziert wird das Projekt vom AMS Niederösterreich, dem Land Niederösterreich und der Stadtgemeinde Korneuburg. Gleichzeitig konnte die Eigenerwirtschaftung im vergangenen Jahr weiter gesteigert werden.
Die Tätigkeitsbereiche reichten auch 2025 von Grünraumpflege, Holzwerkstatt, Sortier- und Verpackungsarbeiten bis hin zu Bücherei-, Büro- und Reinigungstätigkeiten. Ein fixer Bestandteil ist inzwischen auch die Produktion von Anzündholz – allein an die Firma Fetter in Korneuburg wurden im vergangenen Jahr 85 Paletten geliefert. Ergänzt wurde das Angebot durch die Entwicklung neuer Produkte wie Vogelhäuser, Schwalbennester und Hochbeete.
Ein besonderer Schwerpunkt lag im letzten Jahr auf der ökologischen Weiterentwicklung. Im Rahmen des EU-Projekts „GreenBoost4WISEs“ wurde gemeinsam mit den Österreichischen Bundesforsten die ökologische Grünraumpflege weiterentwickelt und der Schmiede-Garten ausgebaut. Dieser dient heute als Lernort, Begegnungsraum und praktisches Beispiel für nachhaltiges Arbeiten.
Daneben spielten Schulungen und Praktika eine zentrale Rolle: Insgesamt wurden 275 Praktikumstage absolviert. Das Weiterbildungsangebot reichte von Gesundheit und Teambuilding bis zu Social Media, Erster Hilfe und ökologischer Grünraumpflege. Zugleich zeigt sich, dass die Herausforderungen in der Arbeit mit der Zielgruppe steigen. Komplexe Vermittlungshemmnisse wie psychische Belastungen, gesundheitliche Einschränkungen oder fehlende Mobilität erfordern intensive Begleitung und individuelle Unterstützung. Umso bedeutender sind die erzielten Erfolge.
Die Öffentlichkeitsarbeit konnte 2025 weiter ausgebaut werden. Das erstmals veranstaltete Schmiede-Garten-Frühlingsfest, Medienberichte und ein Radiointerview bei Radio Korneuburg machten die Leistungen des Projekts verstärkt sichtbar. Für das gesundheitsfördernde Arbeitsumfeld wurde die Schmiede zudem mit dem BGF-Gütesiegel für die Jahre 2025 bis 2027 ausgezeichnet. Das Projekt „Schmiede – Zukunft und Arbeit“ zeigt damit einmal mehr, wie wichtig gemeinnützige Beschäftigungsprojekte für soziale Teilhabe, Stabilisierung und nachhaltige Arbeitsmarktintegration sind.
Auch Bürgermeister Christian Gepp unterstreicht den hohen sozialen und gesellschaftlichen Wert des Projekts: „Die Schmiede zeigt, wie wichtig es ist, Menschen Chancen zu geben und sie auf ihrem Weg zurück in den Arbeitsmarkt zu begleiten. Gleichzeitig profitiert auch unsere Stadt von den vielen wertvollen Leistungen, die im Rahmen des Projekts erbracht werden. Dieses Zusammenspiel macht die Schmiede so besonders.“