Als nahtlose Nachfolgelösung für das Anrufsammeltaxi „Bezirk Korneuburg mobil“ hat der Gemeinderat der Stadtgemeinde Korneuburg eine neue Initiative beschlossen. Ab dem 13. Juli 2026 startet eine Testphase, die gezielt Fahrten für bewegungseingeschränkte Bürgerinnen und Bürger mit Hauptwohnsitz in Korneuburg fördert. Damit stellt die Stadtgemeinde sicher, dass die Mobilität und Teilhabe im Alltag auch in der Übergangszeit bis zum Wirksamwerden des Nachfolgeprojekts „Weinviertel West“ gesichert ist.
Für die Testphase, die planmäßig von 13. Juli bis 30. September läuft, stellt die Stadtgemeinde ein Gesamtbudget von höchstens 15.000 Euro zur Verfügung. Das Unterstützungsangebot richtet sich an Personen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind. Dazu zählen insbesondere Inhaberinnen und Inhaber eines Behindertenpasses mit entsprechenden Zusatzeintragungen wie der Unzumutbarkeit der Benützung öffentlicher Verkehrsmittel oder der Angewiesenheit auf einen Rollstuhl. Ebenso anspruchsberechtigt sind Personen, denen Pflegegeld ab der Stufe 2 zuerkannt wurde, sowie Bürgerinnen und Bürger, die vorübergehend sichtlich in ihrer Mobilität eingeschränkt sind. Dies kann beispielsweise bei einem Gipsverband an einem Bein der Fall sein.
Förderung durch Gutscheinsystem
Die Abwicklung erfolgt unkompliziert über ein Gutscheinsystem, bei dem die Stadtgemeinde 50 % der Fahrtkosten refundiert. Pro anspruchsberechtigter Person werden höchstens sechzehn Gutscheine pro Monat ausgegeben. Diese können ab sofort im Bürgerservice der Stadtgemeinde beantragt und abgeholt werden. Bei der Beantragung ist ein Lichtbildausweis vorzulegen und die Fördervoraussetzung glaubhaft zu machen. Aus Datenschutzgründen werden dabei keine Nachweise oder medizinischen Dokumente von der Stadtgemeinde aufbewahrt. Die erhaltenen Gutscheine sind anschließend flexibel für Fahrten im Stadtgebiet einsetzbar.
Als verlässliche Partner für die Umsetzung dieser Mobilitätshilfe konnten die lokalen Taxi-Betriebe Sartori und Molzer gewonnen werden. Bei der Inanspruchnahme einer Fahrt übergeben die Fahrgäste dem Mobilitätsdienstleister einen der personalisierten Gutscheine und weisen sich mit ihrem Lichtbildausweis aus. Die Abrechnung erfolgt im Nachgang direkt und unbürokratisch zwischen den Taxi-Unternehmen und der Stadtgemeinde.
Bürgermeister Christian Gepp zeigt sich erfreut über die Lösung: „Mobilität darf keine Frage der körperlichen Einschränkung sein. Deshalb schaffen wir mit dieser Testphase eine rasche und unbürokratische Übergangslösung, damit die betroffenen Korneuburgerinnen und Korneuburger auch bis zum Start des Nachfolgeprojekts weiterhin selbstbestimmt im Stadtgebiet unterwegs sein können.“