Nach Ende des Anrufsammeltaxis: Korneuburg sichert Mobilitätsangebot

26.06.2026 12:27

Foto (v.l.n.r.): Ziehen an einem Strang: GR Christopher Brawenz, VZBGM Stefan Hanke, GR Hubert Keyl, BGM Christian Gepp und VZBGM Bernadette Haider-Wittmann vor dem Korneuburger Rathaus.

Nach dem Auslaufen des Anrufsammeltaxis „Bezirk Korneuburg mobil“ bringt eine parteiübergreifende Initiative eine schnelle Übergangslösung auf Schiene. Eine Testphase mit geförderten Transport-Gutscheinen startet im Juli.

Mobilität bedeutet Lebensqualität – das gilt insbesondere für Menschen, die in ihrer Bewegung eingeschränkt sind. Mit Ende Juni läuft das aktuelle Anrufsammeltaxi „Bezirk Korneuburg mobil“ aus. Durch die Verzögerung des regionalen Nachfolgeprojekts drohte eine Versorgungslücke in der Mobilität. Um das zu verhindern, beschloss der Korneuburger Gemeinderat am 24. Juni einstimmig, die bisherigen Budgetmittel nahtlos weiterzuverwenden, um die wohnortnahe Mobilität in der Stadt weiterhin zu sichern.


Gutschein-Modell startet als Testphase
Als schnelle Reaktion wird eine kurzzeitige Testphase ab Juli 2026 ins Leben gerufen. Mobilitätseingeschränkte Personen sowie Bürgerinnen und Bürger mit Pflegegeldbezug erhalten dabei Gutscheine für Fahrten innerhalb des Stadtgebiets. Die Stadtgemeinde übernimmt die Hälfte der anfallenden Fahrtkosten für maximal zweimal zwei Fahrten pro Person und Woche.

Die Abwicklung wird unkompliziert über das Bürgerservice der Stadtgemeinde organisiert. Berechtigt sind in jedem Fall Personen ab der Pflegestufe 2 sowie Bürgerinnen und Bürger mit einer erheblichen Mobilitätseinschränkung. Damit die Gutscheine zielgerichtet und unbürokratisch ausgegeben werden können, berät der Verkehrsausschuss in einer eigens dafür anberaumten Sitzung am 6. Juli die genauen Richtlinien und den konkreten Ablauf.


Brücke zum Großprojekt „Weinviertel West“
Die Erkenntnisse aus dieser Testphase fließen direkt in ein längerfristiges Fördermodell ein. Der Verkehrsausschuss wird auf dieser Basis ein Konzept ausarbeiten, das die Zeit bis zur Realisierung des regionalen Mobilitäts-Großprojekts „Weinviertel West“ überbrückt. Ziel ist es zudem, für dieses Folgemodell auch Fördermittel des Landes Niederösterreich zu lukrieren.